BW-Cup und Rudersberg in der Beziehungskrise
Geschrieben von: Juergen Helmholz   
Samstag, 24. Juli 2010 um 13:44 Uhr

Die Beziehung des MSC Wieslauftal mit der baden-württembergischen Motocross Jugendmeisterschaft scheint in einer Krise zu stecken. Bereits letztes Jahr fiel die Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. In diesem Jahr wurden an der Strecke am Königsbronnhof, auch im Hinblick auf den bevorstehenden WM-Lauf, einige Modifizierungen vorgenommen. Der BW-Cup sollte hierzu als Generalprobe dienen. Doch wieder einmal führte das Wetter Regie und sorgte aufgrund langanhaltender Niederschläge in der Nacht zuvor und am Vormittag des 24.07.2010 für äußerst schwierige Streckenverhältnisse. Trotzdem wollte die Rennleitung die Flinte nicht gleich ins Korn werfen und verlegte den ursprünglich angedachten Zeitplan um eine Stunde nach hinten. Dem aktuellen Wetterbericht zufolge, sollten die Niederschläge  um die Mittagszeit aufhören.

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Pünktlich um 10 Uhr wagten sich die Fahrer der Klasse 5 auf die Strecke. Kurzzeitig schien alles im grünen Bereich, die Strecke wurde jedoch immer tiefer. Die Klasse 4 hatte dann auch schon erhebliche Probleme.  Die Klasse 3 trat dann zum ersten freien Training erst gar nicht an. Zwischendurch kam auch immer wieder nasser Nachschub von oben.
Vor Beginn des Pflichttrainings, beginnend mit der Klasse 5 um 11.35 Uhr, entschied die Rennleitung, dass die Rennen der Klassen 1 und 2 gestrichen werden. Die übrigen 3 Klassen sollten auf einem verkürzten Kurs, in welchem der hinter Streckenteil zur Waldkurve ausgelassen wurde, ins Pflichttraining gehen.
Die starken 250er Maschinen kamen relativ gut durch auf dem, zwischenzeitlich tiefen Boden. Schon wesentlich mehr Probleme hatten die Jungs auf ihren 85er Cross-Bikes. Viele Stürze und zur Überhitzung neigende Aggregate prägten den Verlauf des Pflichttrainings. Kurz vor Beginn des Zeittrainings der Klasse 3 standen nur 6 Fahrer mit ihren Maschinen im Vorstartbereich. Doch es sollte nicht mehr dazu kommen, dass die Fahrer auf die Strecke geschickt wurden. Nach dem Verlauf des bis dahin gelaufenen Pflichttrainings zog die Rennleitung die Reißleine und sagte das noch ausstehende Training der Klasse 3 und die Wertungsläufe für den Nachmittag ab.
Eine absolut richtige Entscheidung, ein Rennbetrieb unter regulären Bedingungen wäre nicht möglich gewesen. Auch im Hinblick auf Mensch und Material dürfte damit so mancher Schaden vermieden worden sein.